お正月 – New Year Japanese style

Lange ist es her seit dem letzten Post. Schuld daran sind neben ganz gewöhnlicher Unlust zu schreiben eine Woche Schweinegrippe und dem darauffolgenden Aufholstress an der Uni. Doch da dieses Jahr für mich ganz speziell begonnen hat, will ich das hier doch noch Kund tun.

Das japanische Neujahrsfest (o-shogatsu) ist etwa vergleichbar mit Weihnachten bei uns: Ein besinnliches Fest mit religiösen Wurzeln. Bis 1873, als Japan vom chinesischen Mondkalender zum gregorianischen Kalender gewechselt hat, fand o-shogatsu zum Frühlingsbeginn statt und wurde erst dann auf den 1. Januar verlegt. Interessanterweise findet man auch heute noch auf vielen Neujahrsartikeln die Zeichen 新春, übersetzt “neuer Frühling”, obschohn der Winter erst gerade begonnen hat :) .

Das Haus wird vor dem 31. Dezember mit kagami-mochi (mochi sind klebrige japanische Reiskuchen) geschmückt. Soweit ich das verstanden habe wird damit um den Wohlwollen der Ahnen gebeten. Um Mitternacht des 31. Dezembers geht man traditionellerweise zu einem der zahlreichen Schreine oder Tempel, wo man eine grosse Glocke läuten darf. Im inneren des Schreins bekommt man dann noch ein spezielles Reisgetränk serviert (in meinem Fall von japanischen Pfadfindern :) ). Den 1. und 2. Januar verbringt man dann zu Hause und erholt sich, um fit für’s neue Jahr zu sein. Während dieser Zeit isst man besonderes Essen, das sich “o-sechi-ryori” nennt. Jede der Speisen, die man oft ausschliesslich zu diesem Anlass zubereitet, hat eine besondere Bedeutung, wie zum Beispiel langes Leben oder gute Gesundheit. Es gibt noch weit mehr, was man über das japanische Neujahrsfest berichten könnte, aber ich habe mich hier auf die Teile beschränkt, welche ich auch selbst erlebt habe.

I’m sorry I haven’t posted anything in a long time. Besides the usual writing aversion I spent one week in bed with the swine flu and had to catch up in university afterward. But as I’ve spend a very special New Year I wanted to share that experience with you. So below you’ll find some pictures of what I believe are some typical parts of Japanese New Year (o-shogatsu)

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Tokyo Disney Resort

So, es gibt wieder einmal etwas zu berichten. Gestern war ich mit meiner Freundin und zwei ihrer Arbeitskolleginnen im Disney Land Tokyo! :) Zuerst waren wir etwas enttäuscht ob des schlechten Wetters, aber am Nachmittag hatten wir dann doch noch Sonnenschein. Seit meinem letzten Besuch im Disney Land Paris ist es schon ziemlich lange her, weshalb ein Vergleich wohl nicht sehr aussagekräftig wäre. Vom Gefühl her dürfte es aber wohl ziemlich dasselbe sein :D .

Yesterday I went to Disney Land in Tokyo with my girlfriend and two of her colleagues. In the morning it was raining with strong winds, but in the afternoon the sky cleared up and we had sunshine. It’s been quite a while since I’ve last been to Disney Land in Paris, so it’s hard to make a comparison. I guess it’s pretty much the same, though :D .

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Tokyo Motor Show 2009

Letzten Samstag hat es mich schon wieder auf die Makuhari Messe verschlagen. Dieses Mal stand die Tokyo Motor Show 2009 auf dem Programm. Da ich mich mit Autos nicht wirklich gut auskenne, haben mir vor allem die futuristischen Concept Cars gefallen. Dieses Jahr hatten leider fast alle ausländischen Hersteller abgesagt und das Messegelände war alles andere als voll. Das Thema der japanischen Aussteller war ganz klar Umweltschonende Technologie, wodurch wohl die Ästhetik etwas in den Hintergrund gerückt wurde. Einige japanische Öko-Modelle waren wirklich eine Beleidigung für das Auge :D . Gemessen an geschossenen Fotos waren denn auch die Messe-Girls das Highlight der Show :) .

Last Saturday I’ve been at the Makuhari Messe again. This time for the Tokyo Motor Show 2009. As I’m not very knowledgeable on cars I liked the futuristic concept cars the most. As almost all of the foreign exhibitors had canceled their  attendance, the show was not very crowded. The main topic this year was clearly environmental-friendly technology. Unfortunately the aesthetics seemed to have been forgotten in turn: Some of the eco cars were really an offense to the eye :D . Measured by pictures taken of, the show girls were accordingly the highlight of the show :) .

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Beyoncé

Am 18. Oktober waren wir am Beyoncé-Konzert in Saitama, etwas nördlich von Tokyo :) . Trotz dem Gedrängel war es eine tolle Show! Hie und da war wohl etwas Playback dabei, aber die meiste Zeit hat Beyoncé Vollgas gegeben. Durch das Gewackel und die Lichtverhältnisse sind die meisten Fotos unbrauchbar, aber ein paar wenige kann ich trotzdem hier posten.

On the 18th October we were at the Beyoncé concert in Saitama, north of Tokyo :) . The place was stuffed with people but it was a great show! Sometimes it was probably playback, but most of the time Beyoncé gave us her best. Most of the pictures I took are blurred but I can post a few anyway.

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Studieren in Japan

Am 1. Oktober ging es mit Vorlesungen los und seitdem war ich ganz schön beschäftigt. Dass ich heute zum Bloggen komme liegt daran, dass aufgrund eines Taifuns der Unterricht ausgefallen ist :) . Bevor ich etwas über den Uni-Alltag berichte sollte aber ich vorausschicken, dass meine Beschreibungen nicht repräsentativ für eine japanische Universität sind. Als Austauschstudent studiere ich an der “Faculty of Liberal Arts”, deren Unterricht vollumfänglich auf Englisch stattfindet. Entsprechend sind die Studierenden vor allem Ausländer, Austauschstudenten oder Japaner, die im Ausland aufgewachsen sind oder dort länger gelebt haben. Nur gerade 5% sind “echte” Japaner, die allesamt sehr hart für ihre Zulassung arbeiten mussten.

Mein erster Eindruck war, dass der Unterricht extrem verschult ist. Anwesenheitspflicht gibt es in jedem Kurs und nach wenigen Verstössen gilt dieser als nicht bestanden. Der Inhalt ist zwar nicht besonders herausfordernd, nimmt aber trotzdem enorm viel Zeit in Anspruch. Vor allem vom obligatorischen Japanischkurs aus gibt es jeden Tag Hausaufgaben und zu Beginn jeder Lektion einen Mini-Test, welcher natürlich auch für die Endnote zählt. Auch andere Kurse verlangen Vorbereitungsarbeiten, welche durch Überraschungstests überprüft werden. In einigen Wochen werden dann noch Projekt- und Gruppenarbeiten hinzukommen.

Folgende Kurse habe ich belegt:

  • Japanisch Sprachunterricht
  • Japanese Cinema: Geschichte und Entwicklung des japanischen Films.
  • Economic Policy: Rolle des Staates in der Volkswirtschaft.
  • Computer Studies 4: MS Access-Datenbanken.

Da ich relativ weit vom Campus entfernt wohne muss ich mit 1.5 Stunden Hinweg rechnen, falls ich pünktlich sein will. Daran habe ich mich aber schon gut gewöhnt und verkürze mir die Zeit wie die meisten Japaner mit Musik hören, schlafen oder Nintendo DS spielen :) .

Lectures have started on the 1st October and since that I’ve been pretty busy. The reason I’m blogging today is that all lectures have been cancelled because of a typhoon :) . Now before I tell you about my university life let me tell you that I’m not studying at a regular Japanese university. Sophia University is a Christian university and the lectures at the “Faculty of Liberal Arts” in which I’m enrolled are all in English. Accordingly most of the students are either foreigners, exchange students or Japanese students that grew up or lived abroad. Just 5% are “regular” Japanese that worked very hard for their admission.

The lectures are not extremely demanding but there’s a lot of homework and class attendance is mandatory :( . I’m doing the courses “Japanese”, “Japanese Cinema”, “Economic Policy” and “Computer Studies 4″, which is a MS Access course. As I’m living pretty far away from the campus it usually takes me around 1.5 hours if I wanna be on time. I already got used to it, though :) .

Sophia University

Hier ein paar Bilder von der Sophia Universität. Der Yotsuya-Campus ist ziemlich kompakt, die Gebäude dafür umso höher. In der Mensa isst man sehr günstig und verhältnismässig gut.

Here some pics from Sophia University. The campus at Yotsuya is small in size but the buildings make it up with their height.

Tokyo Game Show 2009

Gestern sind wir früh aufgestanden und haben uns auf den Weg zur Makuhari-Messe gemacht. Die Tokyo Game Show 2009 stand auf dem Programm. In drei grossen Hallen präsentierten die wichtigsten Game-Studios ihre neusten Projekte. Leider waren wir nicht die einzigen: Japaner und Besucher aus der ganzen Welt zwängten sich durch das überfüllte Gelände. Um eines der ausgestellten Spiele anspielen zu können musste man lange Wartezeiten in Anspruch nehmen. Die längste Schlange, die wir sahen war mit 150 Minuten angeschrieben. Trotzdem wir die meisten Spiele nur aus der Ferne betrachteten, schmerzten bald Beine und Füsse und wir machten uns erschöpft auf den Heimweg.

Yesterday my girlfriend and me got up early and went to the Tokyo Game Show 2009 at the Makuhari Messe. Even for Tokyo-circumstances it was extremely crowded. People from all over the world tried to play the latest games. To get your hands on a controller you had to put up with long queue times. Although we just looked at most games from some distance, our feet and legs started to hurt soon and we headed back home exhausted.

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Meiji- und Hanazomo-Schrein & Umzug in Shinjuku

Am 20. September habe ich mich mit einem deutschen Studienkollegen von der HSG getroffen und wir haben uns zusammen ein paar Sehenswürdigkeiten in Tokyo angeschaut. Per Zufall konnten wir dann auch noch einen traditionellen Umzug in Shinjuku miterleben.

On the 20th September I met a German friend from my university and we went sightseeing together. We were lucky and bumped into a Japanese parade.

Fun in Akiba und Odaiba

Die folgenden Bilder habe ich auf einem Ausflug nach Akihabara und Odaiba mit zwei Freunden aus Kanada gemacht. Akihabara ist das japanische Mekka aller Elektronik-Freaks. Odaiba liegt auf einer künstlich angelegten Insel in der Bucht von Tokyo und ist über die bekannte “Rainbow Bridge” erreichbar. Das von uns besuchte SEGA Joypolis ist der grösste überdachte Vergnügungspark Japans und besteht vor allem aus 3D-Simulatoren und Spielautomaten. Offenbar ist es ein sehr beliebter dating-spot für junge japanische Paare :-) .

The following pictures are from a trip to Akihabara and Okiba with two Canadian friends. Akihabara is famous for its many electronic shops and Okiba lies on an artificial island in Tokyo Bay. There we went to SEGA Joypolis, Japan’s biggest inside amusement park.

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Home sweet home

Wie versprochen hier ein paar Fotos der Wohnung. Die Gallerie ist nicht komplett, da es aus Möbelmangel teilweise noch etwas unordentlich ist :-) . Die Wohnung besteht aus Schlafzimmer, Wohnzimmer, Tatamiraum, Küche, Badezimmer und Toilette. Das Ganze ist für japanische Verhältnisse ziemlich geräumig, dafür gut eine Stunde vom Zentrum Tokios entfernt. Da ich bis jetzt nur gelegentlich etwas in Tokio zu tun hatte, war das bis anhin aber noch kein Problem :-) . Die Gegend ist angenehm ruhig und es scheinen viele Familien mit Kindern hier zu wohnen. In der Wohnung nebenan lebt interessanterweise ein Italiener, der in der Nähe ein Restaurant betreibt, welches ich natürlich ausprobieren werde :-) .

As promised here are some pics from the apartment. The gallery is not complete as parts of the flat are still messy :-) . For Japanese circumstances it’s quite big, but it takes around one hour to get to the center of Tokyo from here. The area is quiet and there seem to be a lot of families with children living here.

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